Als Vertreter verantwortungsbewusster Hauseigentümer stehe ich für eine Klimapolitik ein, die wirksam, finanzierbar und planbar ist. Die Klimafonds‑Initiative mag gut gemeint sein – doch sie ist weder ausgewogen noch nachhaltig. Sie gefährdet die finanzielle Stabilität unseres Landes, belastet Eigentümer indirekt und setzt auf ein überholtes Subventionsdenken, das mehr Probleme schafft als löst.
Im Folgenden drei zentrale Gründe, weshalb wir diese Initiative am 8. März 2026 klar ablehnen müssen.
1. Unverhältnismässige Kosten: bis 10 Milliarden Franken pro Jahr
Die Initiative verlangt, dass der Bund jährlich 0,5 bis 1 Prozent des Brutto Inlandproduktes BIP in einen Klimafonds einzahlt – das entspricht bis zu 10 Milliarden Franken pro Jahr. Zum Vergleich: Heute stehen bereits rund 2 Milliarden Franken für Klimaschutz und Energiewende zur Verfügung.
Ein solches Projekt übersteigt die finanziellen Möglichkeiten des Bundes bei Weitem. Die Folgen sind klar: massive Steuererhöhungen für den Mittelstand, massive Verschuldung und drastische Sparmassnahmen in anderen wichtigen Bereichen wie Sicherheit, Gesundheit, Bildung oder Infrastruktur. Eine solide Finanzpolitik sieht anders aus. Der Bundesrat hat aufgezeigt, dass es eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um bis zu 2,5 Prozent bräuchte. Alternativ müsste die Direkte Bundessteuer um bis zu 28 Prozent steigen, was private Haushalte und Unternehmen gleichermassen belastet.
2. Der Klima-Fonds ist ein Angriff auf die Schuldenbremse
Die Initiative verlangt, dass der Klima-Schuldenfonds nicht der Schuldenbremse unterstellt wird. Damit würde ein permanenter Ausnahmetopf geschaffen, der jährlich bis zu 10 Milliarden Franken neue Schulden finanziert.
Bis 2050 drohen Zusatzschulden von bis zu 200 Milliarden Franken! Das gefährdet die langfristige Budgetdisziplin und erhöht die Zinslast künftiger Generationen massiv. Seit über 20 Jahren sorgt die Schuldenbremse für stabile Finanzen. Dieses erfolgreiche Schweizer Modell darf nicht ausgehöhlt werden. Der Klima-Schuldenfonds ist deshalb finanzpolitisch unverantwortlich.
3. Untergrabung einer wirksamen Klimapolitik
Die Schweiz investiert bereits über drei Milliarden Franken jährlich in wirksame Klimapolitik und hat ihre Emissionen seit 1990 deutlich reduziert. Mit Subventionen nach dem Giesskannenprinzip verdrängt der Klima-Schuldenfonds effiziente Instrumente, schwächt marktwirtschaftliche Anreize und verursacht teure Mitnahmeeffekte.
Die geltende Klimapolitik wurde von der Bevölkerung bestätigt – zuletzt mit klaren Abstimmungsmehrheiten. Statt erfolgreiche Programme zu gefährden, braucht es zielgerichtete Lösungen, nicht einen masslosen Klima-Schuldenfonds. Wir brauchen Technologieneutralität, nicht staatliche Lenkung.
Die Initiative fordert nicht nur mehr Geld, sondern auch eine Vielzahl neuer Förderbereiche – von Gebäudesanierungen über Biodiversität bis hin zu CO₂‑Speicherung.
Das klingt umfassend, ist aber in Wahrheit ein bürokratisches Monster.
Die Folgen:
Statt Klarheit schafft die Initiative Unsicherheit und Komplexität.
Fazit: Klimaschutz ja – aber mit Vernunft, nicht mit einem Milliardenfonds
Wir Hauseigentümer tragen bereits heute einen grossen Teil zur Energiewende bei: durch Sanierungen, Wärmepumpen, Solaranlagen und effiziente Bauweisen. Was wir brauchen, ist Planbarkeit, Technologieoffenheit und finanzielle Stabilität – nicht ein gigantischer Fonds, der den Bundeshaushalt belastet und den Markt verzerrt. Sowohl der Bundesrat wie das Parlament lehnen die Initiative ab. Die Klimafonds‑Initiative ist gut gemeint, aber schlecht gemacht. Darum sagen wir klar: Nein.