Das Problem ist bekannt und hat sich trotz intensiver Debatten nicht entschärft: Selbst der Schweizer Mittelstand steht finanziell unter Druck. Wohnkosten, Krankenkassenprämien und Benzinpreise zerren an Einkommen und Vermögen. Viele sehen sich nicht in der Lage, eine unerwartete, hohe Rechnung zeitnah zu begleichen.
Im Beitrag von 10 vor 10 auf dem Schweizer Fernsehen SRF wird über die finanzielle Belastung vom Mittelstand berichtet. Dabei wird Ralph Bauert, Geschäftsführer HEV Region Winterthur, zur Situation auf dem Mietwohnungsmarkt befragt. Gemäss Ralph Bauert sollte der Mietzins nicht mehr als ein Drittel vom Einkommen ausmachen. Insbesondere in den beliebten Städten sei es mit einem tiefen Einkommen nicht einfach eine Wohnung zu finden, bei welcher diese Drittelsregel eingehalten wird. Ausserhalb der Städte gibt es dagegen einige Wohnungen, bei welcher der Mietzins weniger als ein Drittel vom Einkommen beträgt. Im schweizweiten Durchschnitt liegt der Anteil der Mietzinsen seit längerer Zeit deutlich unter einem Drittel des Einkommens.
Anteil der Mietzinsen am Einkommen
Laut einer allgemeinen Empfehlung sollen Mietzinsen nicht mehr als ein Drittel vom Einkommen ausmachen. Seit 2010 blieb der durchschnittliche Anteil der Mietzinsen am Einkommen bei der Gesamtzahl aller Mietverhältnissen stabil und schwankte zwischen 20,2 und 21,0 Prozent. Bei bestehenden Mietverhältnissen ging der Mietzinsanteil kontinuierlich zurück. Wenn jemand seit 2010 in der gleichen Mietwohnung lebt, reduzierte sich der durchschnittliche Anteil der Mietzinsen von 20,7 auf 18,6 Prozent vom Einkommen.