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Abstimmungen vom 14. Juni 2026:

Informationen und Empfehlungen

Heizungsersatz

Datum

Vor dem Hintergrund einer energetischen Sanierung stellt sich oft die Frage nach einer zukunftsfähigen Heizung auf Basis erneuerbarer Energien. Was auf den ersten Blick einfach erscheint, erweist sich bei genauerer Betrachtung als komplex. Es lohnt sich, den Heizungsersatz umfassend zu planen und nicht isoliert zu betrachten.

Ein Heizungsersatz ist ein Prozess mit mehreren Phasen. Vom ersten Gedanken bis zum Betrieb vergehen häufig ein bis zwei Jahre. Am Anfang steht die Analyse des Ist-Zustands sowie die Klärung der eigenen Bedürfnisse. Dabei spielen die Wohnsituation, das Nutzerverhalten und auch persönliche Ansprüche an Komfort und Nachhaltigkeit eine Rolle. Ebenso wichtig ist es, den finanziellen Rahmen frühzeitig festzulegen und die Gesamtkosten im Blick zu behalten. In der Planungsphase werden die technische und finanzielle Machbarkeit geprüft, Fördermöglichkeiten abgeklärt und erste Offerten eingeholt. Darauf folgt die Umsetzung mit Installation und Inbetriebnahme. Bereits zu Beginn sollte auch die spätere Nutzungsphase berücksichtigt werden, damit Unterhalt, Betriebskosten und Komfort optimal aufeinander abgestimmt sind.

Ein Heizungsersatz ist nur ein Teil einer umfassenden energetischen Sanierung. Neben der Wärmeerzeugung gilt es vor allem, Wärmeverluste zu reduzieren. Neue Fenster sowie eine verbesserte Dämmung von Fassade, Estrich und Kellerdecke senken den Energiebedarf deutlich. Dadurch kann die neue Heizung auf einen geringeren Bedarf ausgelegt werden, was sich positiv auf die Kosten auswirkt. Je nach Ausgangslage können Massnahmen auch schrittweise umgesetzt werden. Es empfiehlt sich, frühzeitig eine Fachperson beizuziehen und vorhandene Beratungsangebote zu nutzen. Erneuerbarheizen.ch bietet kostenlose Erstberatungen, auf eValo.ch lassen sich Sanierungsvarianten vergleichen und mit dem GEAK Plus steht ein Instrument zur Verfügung, das den Gebäudezustand umfassend analysiert und konkrete Sanierungsvarianten aufzeigt. Die Plattform energiefranken.ch hilft zudem, Förderprogramme von Bund, Kanton Zürich und Gemeinden zu finden. Wichtig ist, dass Förderbeiträge vor Baubeginn beantragt und bewilligt werden.

Autor

Ralph Bauert

Geschäftsführer Hauseigentümerverband Region Winterthur, dipl. Architekt FH, Executive MBA FH, eidg. dipl. Immobilien-Treuhänder

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