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Immobilienpreise Region Winterthur: Hier kostet ein Haus mehr als zwei Millionen Franken

Datum

HEV-Immobilienmarktbericht Wohneigentum Region Winterthur 2026: Die Preise für Einfamilienhäuser in Winterthur steigen. Auch die ländlichen Gemeinden kommen unter Druck. Eine Trendwende ist nicht in Sicht.

In Kürze:

  • Einfamilienhäuser in der Region Winterthur kosten 2026 durchschnittlich 1,54 Millionen Franken.
  • Die Preise steigen im Schnitt um 3,4 Prozent, eine Trendwende ist laut Hauseigentümerverband Region Winterthur (HEV) nicht absehbar.
  • Brütten verzeichnet mit 11 Prozent den grössten Preissprung, begünstigt durch tiefe Steuersätze.
  • Weil Wohneigentum in der Stadt praktisch unerschwinglich geworden ist, weichen viele aufs Land aus.

Der Traum vom eigenen «Hüsli» bleibt für Normalverdiener in der Region Winterthur praktisch unerreichbar. Ein Einfamilienhaus kostet 2026 durchschnittlich 1,54 Millionen Franken. Das zeigt eine neue Studie des Hauseigentümerverbands Region Winterthur (HEV). Vergleichsobjekt ist ein 14-jähriges Einfamilienhaus mit 6,5 Zimmern und 500 Quadratmetern Grundstücksfläche in gutem Zustand.

Die Immobilienpreise in der Region zeigten in den letzten Jahren stetig nach oben. Auch 2026 ist hier keine Ausnahme: Die Hauspreise in der Region Winterthur steigen durchschnittlich um 3,44 Prozent.

«Die Zinsen dürften tief bleiben, das macht Hypotheken günstiger und Wohneigentum attraktiver», sagt HEV-Geschäftsführer Ralph Bauert. Für zusätzliche Preissteigerungen sorgten die steigenden Mieten und die beschlossene Abschaffung des Eigenmietwerts. «Das hat den Vorteil des Wohneigentums gegenüber Mietwohnungen nochmals vergrössert.»

Eine Trendwende ist laut Bauert nicht in Sicht: «Die Bautätigkeit hält nicht mit dem Bevölkerungswachstum Schritt. Das Angebot ist viel kleiner als die Nachfrage.»

Tiefe Steuersätze führen zu höheren Hauspreisen

Im regionalen Vergleich gehen die Preise aber weit auseinander. Das teuerste Pflaster ist Brütten, hier bezahlt man durchschnittlich 2,11 Millionen Franken für ein Haus. Dahinter liegt die idyllische Oberland-Seegemeinde Pfäffikon (2,06 Millionen), gefolgt von der Stadt Winterthur (1,96 Millionen).

Blickt man hingegen auf die einzelnen Winterthurer Stadtteile, verliert Brütten den Spitzenplatz: 2,17 Millionen Franken bezahlt man in Winterthur-Stadt durchschnittlich für ein Haus, fast 6 Prozent mehr als 2025. Das liegt an den besonders teuren Quartieren Brühlberg (2,38 Millionen) und Inneres Lind (2,28 Millionen). Damit überholt die Altstadt mit Winterthur-Veltheim (2,11 Millionen Franken) auch den letztjährigen Spitzenreiter.

Am unteren Ende der Skala liegen die Weinland-Gemeinden Rheinau (1,17 Millionen Franken), Truttikon (1,22 Millionen Franken) und Flaach, das gleichauf mit Bauma im Tösstal liegt (je 1,26 Millionen Franken). Und das, obwohl die Häuserpreise im Ortsteil Saland (1,3 Millionen) um über 9 Prozent zugelegt haben.

Marktwerte für ein freistehendes Einfamilienhaus, 6,5-Zimmer, 14 Jahre, Grundstück 500 m2, Gebäudevolumen 800 m3, Ausbau durchschnittlich, Zustand gut, Mikrolage durchschnittlich.

Die grössten Preissprünge verzeichneten Brütten (11,05 Prozent) und Dinhard (9,7 Prozent). Das liegt laut HEV-Geschäftsführer Bauert an den vergleichsweise tiefen Steuersätzen, die zu hohen Immobilienpreisen führen. «Brütten hat mit 85 Prozent seit letztem Jahr den tiefsten Steuerfuss in der Region», so Bauert. Dinhard habe die Steuern letztes Jahr zwar auf 90 Prozent erhöht. «Dieses Jahr hat die Gemeinde aber den Steuerfuss auf tiefem Niveau stabil gehalten – das hat sich in den Immobilienpreisen niederschlagen.»

Immobilienpreise auf dem Land steigen

Nach wie vor gilt: je weiter von der Stadt entfernt, desto tiefer die Hauspreise. Aber das Land holt auf. Im Zürcher Weinland legten die Preise für ein Einfamilienhaus um durchschnittlich 4 Prozent zu – der Bezirk Andelfingen verzeichnete damit einen leicht höheren Preisanstieg als die Bezirke Winterthur (3,7 Prozent) und Pfäffikon (2,8 Prozent).

Preisentwicklung 2021-2026 von Einfamilienhäusern pro Bezirk.

Der Preisanstieg auf dem Land liegt laut Bauert auch an der Knappheit anderswo: «Wohneigentum in der Stadt ist für viele praktisch unerschwinglich geworden. Deshalb weichen sie aufs Umland aus.» Zunehmend werden auch die vergleichsweise günstigen Häuser auf dem Land zum Luxusgut: «Wer heute Wohneigentum kaufen will, muss sehr gut verdienen», stellt Bauert fest. «Ohne Unterstützung der Eltern ist es etwa für junge Familien praktisch unmöglich, ein Haus zu kaufen.»

Ohne Unterstützung der Eltern ist es etwa für junge Familien praktisch unmöglich, ein Haus zu kaufen.

Ralph Bauert, Geschäftsführer HEV

Etwas günstiger sind Eigentumswohnungen. Deren Preise bleiben gemäss der HEV-Studie mit einer Zunahme von 1,2 Prozent vergleichsweise stabil. Eine 4,5-Zimmer-Wohnung in der Region kostet durchschnittlich 930’000 Franken. Teuerstes Pflaster ist Pfäffikon: Hier bezahlt man 1,8 Millionen Franken – fast doppelt so viel wie der Durchschnitt.

Veranstaltung

Der Hauseigentümerverband Region Winterthur präsentiert die Ergebnisse seiner jährlichen Immobilienstudie am 31. März 2026 um 18 Uhr im Gate 27. Dabei wird auch die wohneigentumsfreundlichste Gemeinde in der Region Winterthur gekürt. HEV-Studie Wohneigentum Region Winterthur 2026

Luc Ruffieux, Landbote

Der Landbote berichtet in der Ausgabe vom 31. März 2026 über die Immobilienstudie vom HEV Region Winterthur.

Landbote vom 31. März 2026
Hier kostet ein Haus mehr als zwei Millionen Franken
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Wohneigentum Region Winterthur 2026

Der Bericht «Wohneigentum Region Winterthur» mit den wichtigsten Kennzahlen und Infografiken zum Immobilienmarkt und zu den Rahmenbedingungen für Wohneigentum in der Region Winterthur ist kostenlos zum Download verfügbar.


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