Bei der Veranstaltung «Wohneigentum Region Winterthur 2026» präsentierte HEV-Geschäftsführer Ralph Bauert die neuste HEV-Studie zum Immobilienmarkt der Region Winterthur und wie sich die Preise von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen entwickelten. HEV-Präsident Matthias Baumberger übergab dem Gemeindepräsident von Dinhard den HEV-Award für die beste Wohneigentumsgemeinde. Was Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer bei Heizungsersatz und Photovoltaik beachten sollten wurden von zwei Fachexperten aufgezeigt.
Über 350 interessierte Haus- und Wohneigentümer kamen am 31. März 2026 an die Veranstaltung «Wohneigentum Region Winterthur 2026» des Hauseigentümerverbands Region Winterthur. Neben Informationen zum Immobilienmarkt der Region Winterthur und der Verleihung des HEV-Awards für die beste Wohneigentumsgemeinde informierten zwei Fachexperten über Heizungsersatz und Photovoltaik.
Immobilienstudie Region Winterthur 2026
Bereits zum fünften Mal wurde die Studie «Wohneigentum Region Winterthur» vom Hauseigentümerverband publiziert. Die wichtigsten Ergebnisse zur Entwicklung der Preise von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen sowie der Mietzinsen wurden von HEV-Geschäftsführer Ralph Bauert vorgestellt.
Immobilienmarkt Region Winterthur 2026
In den Bezirken Andelfingen, Pfäffikon und Winterthur sind die Preise für Einfamilienhäuser im Jahr 2025 um 3,4 Prozent gestiegen. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 6,5 Zimmern und 500 m2 Landanteil bekommt man für durchschnittlich 1'540'000 Franken. Am teuersten sind Häuser in Brütten, Pfäffikon und manchen Winterthurer Quartieren, dort bezahlt man über 2 Millionen Franken. Preiswerter sind Einfamilienhäuser im Weinland und im Tösstal, dort bekommt man in gewissen Gemeinden das gleiche Einfamilienhaus ab 1,2 Millionen Franken.
An Wert gewonnen haben auch Eigentumswohnungen, mit einem Plus von 1,2 Prozent ist die Wertsteigerung aber kleiner als bei Einfamilienhäusern. Eine Eigentumswohnung mit 4,5 Zimmern und einer Wohnfläche von 110 m2 bekommt man in der Region Winterthur für durchschnittlich 930'000 Franken. Die höchsten Preise werden mit 1'810'000 Franken in Pfäffikon bezahlt, während man in Hagenbuch die gleiche Wohnung für 690'000 Franken bekommt.
Immobilienmarkt Stadt Winterthur 2026
In der Stadt Winterthur sind die Preise für Einfamilienhäuser um 3,7 Prozent gestiegen. Ein Haus kostet durchschnittlich 1'960'000 Franken. Während man im Quartier Brühlberg in der Innenstadt 2'380'000 Franken bezahlt, kostet das gleiche Einfamilienhaus in Neuburg im Stadtkreis Wülflingen 30 Prozent weniger.
Eigentumswohnungen haben in der Stadt Winterthur im vergangenen Jahr 4,6 Prozent an Wert gewonnen. Für eine Eigentumswohnung bezahlt man durchschnittlich 1'140'000 Franken. Preise über 1,3 Millionen Franken werden in den Quartieren Lind und Tössfeld bezahlt, in den Quartieren Hardau, Härti, Waser und Weinberg bezahlt man für die gleiche Wohnungen weniger als eine Million Franken.
Prognosen zum Immobilienmarkt und Eigenmietwert
Für die kommenden Jahre erwartet Ralph Bauert weiter steigende Preise beim Wohneigentum. Wegen der tiefen Bautätigkeit, der hohen Zuwanderung und den attraktiv tiefen Hypothekenzinsen übersteigt die Nachfrage das Angebot. Nachdem das Stimmvolk mit 58 Prozent Ja zur Abschaffung des Eigenmietwerts sagte, war der Zeitpunkt noch unsicher. Während der Bundesrat eine Abschaffung auf das Jahr 2028 in Aussicht stellte, wollten die Gebirgskantone die Steuereinnahmen aus dem Eigenmietwert nicht vor 2030 verlieren. Ralph Bauert prognostizierte eine Abschaffung per 1. Januar 2029 und bekam mit seiner Prognose recht. Am Tag nach der Veranstaltung verkündete der Bundesrat die Abschaffung des Eigenmietwerts auf das Steuerjahr 2029.
Rating der Gemeinden
Mit den Ergebnissen der Wohneigentumsstudie wurde die Attraktivität aller Gemeinden im Zusammenhang mit Wohneigentum ausgewertet. Für die Auswertung wurden die Entwicklung der Immobilienpreise sowie die finanziellen und gesellschaftlichen Aspekte der Gemeinden berücksichtigt. Gesamthaft bieten Dinhard, Buch am Irchel und Stammheim die besten Rahmenbedingungen für Wohneigentum.
HEV-Award 2026 für Dinhard
Den HEV-Award für die beste Wohneigentumsgemeinde konnte HEV-Präsident Matthias Baumberger dieses Jahr der Gemeinde Dinhard überreichen. Dinhard erreichte bei der Preissteigerung von Wohneigentum den dritten Platz, bei finanziellen Aspekten den zweiten Platz und bei gesellschaftlichen Themen den 18. Platz. Gemeindepräsident Thomas Schmid bedankte sich mit der Botschaft «Toll, stolz, danke» für den HEV-Award.
Fachinputs Heizungsersatz und Photovoltaik
Nach den Informationen zum Immobilienmarkt informierten Marcel Truninger von der Firma Elco über den Heizungsersatz, wie eine Wärmepumpe funktioniert und mit welchen Kosten Hauseigentümer beim Einbau einer Wärmepumpe, einer Holzpelletheizung oder beim Anschluss an Fernwärme rechnen müssen. Beim Ersatz einer Heizung sollte mit einem Zeitrahmen von rund 6 Monaten gerechnet werden und Fördergelder müssen unbedingt vor dem Sanierungsbeginn beantragt werden.
In einem weiteren Fachreferat orientierte Severin Bäuerle von der Firma Engitec über die neuen Möglichkeiten bei Photovoltaik. Mit den veränderten Rahmenbedingungen sollten Hauseigentümer den Eigenverbrauch optimieren und möglichst viel vom selbst produzierten Solarstrom lokal nutzen. Dafür eigenen sich Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (ZEV) oder lokale Energiegemeinschaften (LEG), welche mit dem neuen Stromgesetz möglich sind. Batteriespeicher und Elektromobilität sind weitere Möglichkeiten, um den Eigenverbrauch zu erhöhen und damit die Rentabilität der Investitionen in eine Photovoltaikanlage zu verbessern.
Podiumsdiskussion
Bei der von Matthias Baumberger moderierten Podiumsdiskussion vertieften Ralph Bauert, Marcel Truninger und Severin Bäuerle die behandelten Themen und beantworteten Fragen aus dem Publikum.
Beim anschliessenden Apéro standen die Referenten sowie Expertinnen und Experten des Hauseigentümerverbands, Elco und Engitec für Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Damit ging eine interessante Veranstaltung zu Ende, und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begaben sich zufrieden und mit einem Exemplar der 60-seitigen HEV-Studie auf den Heimweg.